Unser erster Besuch in der alten Heimat…

Mitte Juli bis August war ich mit Elena gemeinsam in Österreich. Phil konnte leider nicht mitkommen, weil man in Kanada nur 2 Wochen bezahlten Urlaub bekommt und das hätte sich nicht wirklich gelohnt und es bleibt für den Rest des Jahres nichts übrig. 2 Wochen ist nicht viel, das sei mal festgehalten, da hat man es in Österreich mit 25 Tagen um einiges einfacher.

Leider begann die Reise gleich mal etwas holprig. Aufgrund einer Flugverspätung kamen wir mit einem halben Tag Verspätung in Wien an. Die erste Woche haben wir damit zugebracht Familie und Freunde zu besuchen und so viel Zeit als möglich mit allen und jeden zu verbringen. Einer meiner ersten Stopps war bei meinen Großeltern, weil ich bei meiner Oma eines meiner Lieblingsessen „Krautfleckerl“ bekommen habe und kein anderer kann die so gut wie meine Oma. Punkt um …

Elena hatte auch einige Wünsche. Der Größte Wunsch war „alte Normalität“! Frühstücken mit Oma auf der Terrasse, Schwimmen in Opas Pool, ein Besuch bei den Rehlein, ein Trip mit Oma zur Eis Greisslerei in Krumbach und als Überraschung gab es einen Kurztrip für eine Nacht mit Opa in seinem Camper.

In der Zwischenzeit war ich dann am Weg nach Regensburg um alte Freunde und Kollegen zu treffen. Wir verbrachten einen wunderbaren Abend im Biergarten und am nächsten Tag gab es noch ein weiteres Highlight. Eine liebe Freundin aus Kanada (ebenfalls Auswandererin aus Deutschland) war zur selben Zeit in der Umgebung auf Urlaub und wir trafen uns in Regensburg. Lutz Meyer, mein ehemaliger Chef und Mentor in der Verpackungsbranche, hat mit uns gemeinsam eine hoch unterhaltsame und leerreiche Regensburg Führung gemacht. An der Stelle nochmals ein Riesen Danke an Lutz und den tollen Tag.

Von Deutschland retour sind wir dann gleich in einer Großen Familienrunde auf zum Klopeiner See. Österreichs wärmsten Badesee in meinem Lieblingsbundesland „Kärnten“. Das war einer meiner Wünsche. Nachdem ich 2 Saisonen am See gearbeitet hatte und ich den See immer mit wunderschönen Erinnerungen und einer absolut tollen Zeit verbinde, wollte ich zurück. 😉 Nicht leicht in der Hauptsaison eine Unterkunft für nur 2 Nächte zu bekommen. Fündig wurde ich im Februar schon beim Hotel Marolt und wir wollten etwas direkt an der Strandpromenade.

Fazit des Aufenthaltes im Hotel Marolt.

  • Zum Teil, je nach Kategorie, sehr schön und geschmackvoll renovierte Zimmer
  • tolle Lage direkt an der Strandpromenade
  • toller Strandbereich
  • im Allgemeinen eine gute Küche.
  • Sauberkeit im Zimmer … naja grenzwertig, ich musste den Kasten selbst herauswischen, weil die Essensbröseln, Haare, Staub usw. noch vom letzten halben Jahr drin waren. Den Kasten hat mit Sicherheit seit langem kein Mensch mehr herausgewischt.
  • Service Personal … im Gastgarten und Strand … „Oh mein Gott“… man musste sich fürchten. Mit Sicherheit ein Knochenjob, weil sie für meinen Geschmack zu wenig Personal im Außenbereich hatten, aber um ehrlich zu sein, sich anpöbeln und anschreien zu lassen, man soll doch gefälligst gleich anständig auf einmal bestellen, war dann auch für mich, die generell sehr Nachsichtig ist, zu viel des Guten und hat den Aufenthalt schwer getrübt.

Leider daher ein einmal Besuch.

Worüber ich mich aber sehr gefreut habe, war der Besuch im Hotel, wo ich früher gearbeitet hatte. Familien- u. Sporthotel Florianihof-Trinkl. Leider war es uns nicht möglich, aufgrund des kurzen Aufenthaltes und der vielen Zimmer die wir brauchten (weil wir ja doch eine größere Runde waren) uns dort einzuquartieren. Familie Trinkl habe ich viel zu verdanken. Viel Spaß und eine harte aber angemessene Schule im Hotelfach. Vieles meiner heutigen Arbeitseinstellung habe ich dort gelernt. Sätze wie „geh niemals mit leeren Händen vom Gastgarten zurück“ haben mich geprägt. Es gibt immer was zu tun und wenn nichts los war, kam auch mal vor das ich ein Klo putzen musste, und geschadet hat es mir mit Sicherheit auch nicht! Gut war es. Manchmal habe ich den Eindruck das die „Jungen“ heute doch viel mehr mit Samthandschuhen angefasst werden müssen und ganz schnell mal ein „das muss ich nicht machen“ als Antwort kommt. Ich möchte an dieser Stelle nach über 20 Jahren DANKE sagen, Danke liebe Karin Trinkl, für die gute Schule und die tolle Zeit am wunderschönen Klopeiner See. Es hat mich irrsinnig gefreut dich wieder zu sehen.  www.florianihof-trinkl.at

Die letzte Juli Woche war dann meine Arbeitswoche wo ich versucht habe alle meine Kunden und Lieferanten zu sehen. Es war eine tolle aber sehr stressige Woche. Es hat mich unglaublich gefreut ganz oft zu hören wie toll es funktioniert und man kaum merkt das ich die Projekte von Kanada aus bearbeite und abwickle. Definitiv Balsam für die Seele! Zu hören das alle zufrieden sind und mir weiterhin ihr Vertrauen schenken, war echt toll.

Elena war in der Woche wo ich gearbeitet habe im Sommercamp in Karnabrunn. Die Sommercamps werden seit vielen Jahren überaus erfolgreich von meiner langjährigen Freundin und Verbündeten Sabine Wiedermann veranstaltet. Ich hatte ja schon seit Jahren gewartet das Elena endlich 6 Jahre alt ist um teilzunehmen. Die Camps dauern von Montag bis Freitag und die Mädchen schlafen in Zelten. Gekocht wird täglich frisch und am besten gemeinsam. Sabine und Ihrem Team ist es wichtig das die Kinder ausnahmslos auf Handy, Gameboy, Tablett oder sonstiges verzichten. Elena hatte in der Woche unglaublichen Spaß und kam mit einem selbst gemachten Batik Kleid nach Hause und jeder Menge selbst gemachter Naturkosmetik. Das Sommercamp wird für die nächsten Jahre zu 100% ein Fixpunkt für uns. www.sommercamp-wiedermann.at

Und das Beste zum Schluss.

Am Tag vor meiner Abreise nach Österreich haben sich Phil und ich für ein Haus entschlossen. Während der 3 ½ Wochen in Österreich haben wir gemeinsam den Hauskauf abgewickelt und am letzten Tag vor meiner Heimreise bekamen wir das finale Okay das wir unser neues Zuhause per 16.09 übernehmen dürfen. Der Hauskauf war nicht einfach und hat uns einige graue Haare gekostet. Die kanadischen Banken sind sehr anspruchsvoll und es war aufgrund dessen das wir erst seit einem Jahr in Kanada wohnen nicht einfach, aber mit vereinten Kräften haben wir es geschafft. Im Moment sind wir fleißig am Packen. Am Montag bekommen wir den Schlüssel. Dann wird gesiedelt und das Beste ist …wir haben eine komplett separate Wohnung mit dabei. Das heißt….

…ab Oktober haben wir eine tolle Ferienwohnung zum Vermieten. Im nächsten Blog wird es davon bereits nähere Details und Fotos geben und wer mag kann dann schon den nächsten Urlaub im wunderschönen Westkanada auf Vancouver Island planen und buchen.

Elena und ich habe sich wahnsinnig gefreut viele von euch wieder zu sehen. Unglaublich wie schnell ein Jahr vergeht….

Unten findet ihr ganz viele Fotos vom Urlaub. Viel Spass beim durchklicken!

Bis bald,

Ines

1 Comment

  • manuela grundner-dejkoff sagt:

    Es war so schön euch wieder zu sehen und ich freue mich schon wieder aufs nächste jahr.

    Euer Haus ist wunderschön ich freu mich das ihr bei der Verwirklichung eures Traumes so glücklich seid, alles gute im neuen Heim.

    Bussi

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